Noch im Januar hätte wohl jeder gesagt: „Krieg in Europa? Das ist höchstens Stoff für einen Science Fiction Film.“ Doch nun ist genau das eingetreten, was Mitte Februar noch nicht einmal hohe Politiker für möglich gehalten hätten und sich inzwischen sogar für ihre Fehleinschätzung entschuldigt haben.

Die Welt steht Kopf und viele Länder verbünden sich gegen Russland, um zu versuchen, Putin zum Einlenken zu bewegen. Nie hätte man so etwas überhaupt für möglich gehalten, denn man dachte, der „kalte Krieg“ sei längst vorbei. Doch nun ist alles anders!

Eine „Zeitenwende“ nannte es der deutsche Bundeskanzler Scholz. Deutschland liefert tatsächlich Waffen an die Ukraine — etwas, das sie nie machen wollten! Selbst die Schweiz hat sich entschieden, die Sanktionen der EU mitzutragen — auch etwas, das so noch nie vorgekommen ist!

Die Leidtragenden sind die Menschen in den betroffenen Ländern. Viele Menschen fühlen sich angesichts der Situation machtlos. Was können wir schon gross tun, ist die Frage. Doch noch mehr Menschen packen an, wo es etwas zu tun gibt. Die Solidarität ist riesig! Menschen werden aktiv, holen Flüchtlinge direkt an der Grenze zu Polen ab, um sie in vorbereitete Unterkünfte zu bringen. Andere spenden Kleidung, Nahrungsmittel und Geld, um für das Nötigste für die Flüchtlinge zu sorgen, die inzwischen zu Tausenden nach Rumänien, Moldawien, Ungarn und die Slowakei geflüchtet sind.

Auch Feed the Hungry bündelt seine Kräfte, um die Not zu lindern! So hat das Büro in Prag, Tschechien, die Koordination der Hilfslieferungen übernommen. Das tschechische Büro ist bereits seit Jahren die Basis von Feed the Hungry für Tschechien und die Slowakei. Damit ist nicht nur eine gute Infrastruktur da und gewährleistet, dass die Hilfslieferungen, die nun von den Büros aus anderen Ländern eintreffen, in das vorhandene Lager gebracht und von dort in die richtigen Gebiete transportiert werden. Das Büro hat vor Ort auch gute Kontakte zu einem grossen Transportunternehmen, das uns nun nicht nur gratis ein Lager für die Hilfsgüter zur Verfügung stellt, sondern auch kostenlos Transporte nach Rumänien und die Slowakei übernimmt. Dort werden sie dann von unseren Partnern in Empfang genommen und entsprechend verteilt.

Bereits jetzt — kurz nach Ausbruch des Krieges — hat die Verteilung von mehr als vierzig Tonnen Nothilfsgütern, wie Lebensmittelpakete, Wasser, Decken und Hygieneartikel bereits über Partnerkirchen in der Ukraine und Kirchen, die Flüchtlinge an den jeweiligen Grenzen aufnehmen, begonnen. Aber es wird natürlich noch viel mehr benötigt.

In England organisiert gerade das britische Büro einen weiteren Transport mit Hilfsgütern, der am ersten Märzwochenende in Richtung Tschechien aufbrechen wird. Sogar in Australien — weit weg vom Geschehen — wurden praktisch über Nacht 14‘000 AUD für die Flüchtlingshilfe der Ukraine gesammelt.

Auch in den USA wurde vom „Mutterbüro“ eine Sammelaktion lanciert. In den nächsten Tagen wird deshalb Geld ans Büro in Tschechien überwiesen, um Essen für die Flüchtlinge zu kaufen. Ausserdem ist auch von Übersee ein Hilfstransport in den nächsten Tagen geplant.

Jean-Pierre Rummens, Leiter des Büros in Deutschland und Vize-Präsident des Schweizer Vereins, hat bereits 3 ukrainische Familien in Wiesbaden in Empfang genommen und versorgt diese mit Nahrung, Kleidung und was sie sonst noch brauchen. Er wird in den nächsten Tagen selber mit Medikamenten nach Polen reisen und sich gleichzeitig ein Bild vor Ort machen, um zu schauen, wo welche Hilfe gebraucht wird. Von unseren Partnern in der Ukraine erreichen uns immer wieder Nachrichten über das Geschehen vor Ort. Hier nur zwei:

Einer unserer Partner aus dem Gebiet von Odessa hat gerade eine Mutter mit einem Kind aus ihrem zerbombten Haus nach Rumänien gebracht.

Ein anderer Partner aus Kiew liess seine Frau und seine beiden Kinder an der polnischen Grenze zurück und kehrte nach Kiew zurück. Seine Frau und Kinder brauchten über 50 Stunden, um die Grenze nach Polen zu überqueren. Sie sind jetzt in Warschau in Sicherheit. Er selber ist 40 Kilometer von Kiew entfernt und überlegt, wie er durch das Kriegsgebiet um Kiew zu seiner Kirche kommt. Er wird es wohl über Schlammstrassen versuchen.

Dies sind nur zwei Berichte. Sie stehen allerdings für viele andere Menschen, die dasselbe durchmachen müssen.

Der Krieg ist verheerend, er raubt dem Menschen alles, was sein Wesen und seinen Geist ausmacht. Aber die Liebe, die sich ausbreitet, ist aussergewöhnlich.

Häuser werden in Notunterkünfte umgewandelt, Kirchengebäude in Herbergen, christliche Ferienlager in sichere Zufluchtsorte.

Die Läden in Moldawien sind leer, und in Suceava in Rumänien gehen die Grundnahrungsmittel aus: Reis, Nudeln, Tomaten und Öl, während humanitäre Gruppen und Kirchen täglich Lebensmittel für neue Flüchtlinge zubereiten.

Hier möchten wir Ihnen nicht nur einen Einblick in die Reise nach Rumänien und weitere an die Ukraine angrenzende Länder unseres englischen Feed the Hungry-Kollegen, Gwyn Williams (Leiter Feed the Hungry England) geben, damit Sie wissen, was Feed the Hungry unternimmt, um den Flüchtlingen der Ukraine zu helfen, sondern Ihnen auch ein Update über die laufenden Hilfsaktionen geben. Er schreibt:

Unsere Reise nach Rumänien war ein Wechselbad der Gefühle: Wir erlebten den Schmerz derjenigen, die unter Traumata und Verlusten leiden, und sahen Kirchen und Gemeinschaften, die über alle Lebensbereiche, Konfessionen und kulturellen Hintergründe hinweg zusammenarbeiten.

Nachdem wir in Luton in aller Herrgottsfrühe ins Flugzeug gestiegen waren, landeten wir um 11.30 Uhr in Suceava (Nordostrumänien, nahe der ukrainischen Grenze). Wir wurden zur Sporthalle von Suceava gefahren, wo wir von 250 Matratzen begrüsst wurden, die in Reihen hingelegt waren, viele davon bereits belegt. Ein ständiger Strom von Flüchtlingen kam in Kleinbussen an, die an der Grenze abgeholt und von der örtlichen Feuerwehr in das Zentrum gebracht worden waren.

Man spürt sofort die emotionale Anspannung, die Verwirrung und die Angst der Menschen, die alles verloren haben und etwas brauchen, um die Realität in ihr Leben zurückzubringen. Man fühlt sich emotional und visuell von ihrem Schmerz getroffen. Wir hörten von einem Vater und seiner Tochter, die auf der Flucht angeschossen und verwundet wurden und dann zwei Tage lang ohne anzuhalten fuhren, um die Grenze zu erreichen; wir hörten von vielen Müttern und Ehefrauen, die versuchten, mit ihren Ehemännern, Brüdern und Söhnen zu kommunizieren, die im Kampf zurückgelassen worden waren. Und das alles in der extremen Kälte des Winters, wo die Luft einen wie ein Messer durchschneidet. Es ist ein absolut unbeschreibliches Gefühl, das wir noch nie erlebt haben.

Auf der anderen Seite sieht man, wie der stellvertretende Bürgermeister sich engagiert, indem er Menschen in das Flüchtlingszentrum einweist. Man sieht Leiter von Kirchen, die Bettlaken falten. Man sieht Teenager, die heisse Getränke verteilen und man sieht Grossmütter, die Sandwiches machen. Man sieht Nächstenliebe in Aktion!

Wir wurden gebeten, bei einem Konvoi von 4 Transportern zu helfen, die Lebensmittel an verschiedene Gruppen ausliefern. Das erste Ziel war ein Gefängnisdienst, der eine alte Kaserne zu einer Herberge umgebaut hatte, von der aus Lastwagen in die Ukraine beladen wurden. Das zweite Ziel war eine Lebensmittellieferung an ein Dorfgemeinschaftshaus, in dem täglich 300 Menschen versorgt werden. Ausserdem brachten wir Lebensmittel zu einem christlichen Ferienzentrum, das in eine Jugendherberge für unbegleitete junge Erwachsene umgewandelt worden war und schliesslich zu einem Auslieferungslager, in dem Lebensmittel an umgesiedelte ukrainische Familien geliefert wurden. Und das alles ca. 3 Wochen nach Beginn des Krieges! Wir waren erstaunt über das aussergewöhnliche Mass an Koordination und Zusammenarbeit, das für die Entwicklung all dieser Einrichtungen und Dienstleistungen für Tausende von Flüchtlingen erforderlich war.

Am Nachmittag hatten wir Gelegenheit, an die Grenze zur Ukraine zu fahren, um uns ein Bild von der humanitären Not zu machen. Als wir an einer Reihe von Zelten verschiedener Nichtregierungsorganisationen entlanggingen, die heisse Getränke und Lebensmittel verteilten, sahen wir Familien, die auf ihre Angehörigen warteten, und Freiwillige, die mit Mobiltelefonen den Menschen halfen, mit Freunden in Kontakt zu treten. An diesem Ort beginnt man die Verwirrung und Anspannung zu spüren, die ich nur bei der Hilfe für die Menschen erlebt habe, die durch das Erdbeben in Nepal alles verloren hatten. Ihre Welt ist so erschüttert und zerstört, dass sie benommen und verwirrt umherlaufen und sich nicht für das Essen und die Getränke interessieren, die ihnen gereicht werden.

Nach der Übergabe von Lebensmitteln an einige der lokalen Wohltätigkeitsorganisationen an der Frontlinie gingen wir zu anderen Lagerhäusern, die alle Geschäfte in Suceava geplündert hatten, was zu einer lokalen Lebensmittelknappheit führte. Als in einem Zentrum die Lebensmittel ausgegangen waren, kam ein alter Mann herein und bot sein Schwein an, das Fleisch für 200 Abendessen für zwei Tage lieferte.

Der Tag war angefüllt mit Geschichten von Familien, die ihr Essen mit anderen teilten, die Schlüssel zu ihren Häusern und Küchen übergaben und sich auf das Schlimmste vorbereiteten.

Am nächsten Morgen trafen wir uns mit Alex und Christine (Namen geändert, um die Identität zu schützen) aus einer Stadt im Westen der Ukraine. Ihre Kirche ist zu unserer zentralen Anlaufstelle in der Ukraine geworden, die die ersten 30 Tonnen Lebensmittel von Feed the Hungry in diesem Land verteilt. Unter erheblichem persönlichem Risiko hatten sie die lange Reise auf sich genommen, um uns zu treffen und medizinische Hilfsgüter für die Rückreise in ihre Stadt mitzunehmen.

Sie brachten ihre Freude über die von uns gesandten Lebensmittel zum Ausdruck und schilderten in unglaublichen Einzelheiten die Schwierigkeiten und Nöte, denen sie täglich ausgesetzt sind. Sie leben in einer Stadt mit 400’000 Flüchtlingen, die sich an eine schwindende Hoffnung klammern, aber entschlossen sind zu bleiben und nicht weitergehen wollen, bis sie dazu gezwungen werden. Sie sprachen von Familien, die auseinandergerissen wurden, von verwundeten Kindern und frisch verwaisten Kindern, die gerade ihre Eltern im Krieg verloren haben. Sie erzählten uns von der humanitären Hilfe, die von Freiwilligen mit schnellen Autos und Kleinbussen über die Landstrassen hinter die feindlichen Linien in die belagerten Städte gebracht wurde.

Nach dieser emotionalen Achterbahnfahrt in Suceava reisten wir in den Südosten nach Moldawien, um zwei weitere Kontakte zu treffen. Ihre ursprüngliche Bitte war, die Verteilung von Lebensmitteln an Flüchtlingszüge zu unterstützen, die die Grenze von ihrer Stadt in Moldawien nach Rumänien überqueren. Bei einem einfachen Abendessen mit ihrer Familie und zwei Flüchtlingsfamilien, die bei ihnen wohnen, erzählten sie von ihren Plänen, ein stillgelegtes Krankenhaus zu übernehmen und in eine grosse Herberge für Ukrainer umzuwandeln, die derzeit von Familien in ihrer Kleinstadt aufgenommen werden. Unser erster 40-Fuss-Schiffscontainer nach Moldawien (der Leamington Spa Ende nächster Woche verlässt) wird die Grundnahrungsmittel und Betten liefern, die für die Einrichtung dieser Herberge erforderlich sind.

 

Wir erhielten ein Video, in dem eine Britin, die einen Moldawier geheiratet hat, ihre Hoffnungen zum Ausdruck bringt und die allen für die Arbeit und Spenden dankt , um die Herberge einzurichten und Flüchtlinge im zweitärmsten Land Europas mit Lebensmitteln zu versorgen.

Inzwischen haben 7 Trucks mit Containern voller Lebensmittel und anderer Hilfsgüter das Lagerhaus, das wir gratis von der Firma FIEGE in Tschechien nutzen dürfen, verlassen, um diese an die Not leidenden UkrainerInnen an verschiedenen Orten zu verteilen.

Jedes Stück auf jeder Palette, die Feed the Hungry nach Rumänien, Moldawien oder in die Ukraine liefert, berührt das Leben eines Menschen, der von der grössten europäischen humanitären Katastrophe der letzten Zeit betroffen ist. Und für Feed the Hungry ist dies erst der Anfang der Geschichte und wir sollten erwarten, dass in den kommenden Monaten noch viel mehr von uns verlangt wird.

Mit Ihren Spenden machen Sie das Unmögliche möglich! Ganz herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Wir sind sehr stolz auf Sie alle – Sie haben sich dafür entschieden, nicht „auf der anderen Seite der Strasse zu bleiben“, wenn Menschen Sie wirklich brauchen, und wir sehen bereits jetzt die Auswirkungen dieser Entscheidung aus erster Hand!

 

Seit Wochen werden die Schlagzeilen vom Krieg in der Ukraine dominiert. Überall erscheinen Aufrufe, auf irgendeine Art zu helfen. Die Solidarität ist auch in der Schweiz überaus gross.

Da Feed the Hungry ein Büro in Tschechien hat und ausserdem bereits in den vergangenen Jahren viele Kontakte in Ländern wie der Ukraine, Rumänien, Moldawien, Slowakei etc. für Hilfsprojekte unterhielt, ist die Koordination von Hilfslieferungen an vertrauenswürdige Organisationen und Kirchen leicht, da diese Strukturen nicht erst aufgebaut werden müssen.
So wurden in den vergangenen Wochen viele Transporte mit Hilfsgütern von verschiedenen Feed the Hungry Büros in die Flüchtlingsgebiete organisiert und verteilt.

Ende April hat auch das Büro in Deutschland zwei Lieferwagen mit Hilfsgütern in die Ukraine gebracht.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
Jean-Pierre Rummens ist vielleicht unser erfahrenster Aussendienstmitarbeiter und unser dienstältester Mitarbeiter bei Feed The Hungry. Er arbeitet in unserem deutschen Büro und war ehrlich gesagt schockiert, dass in der Ukraine ein Krieg dieses Ausmasses ausgebrochen ist.
Jean-Pierre, der während des Kosovo-Krieges Ende der 1990er Jahre intensiv an Hilfsmassnahmen beteiligt war, dachte, dass diese Art von Krieg zu seinen Lebzeiten nie wieder nach Europa zurückkehren würde.

„Ich höre immer wieder, dass niemand wirklich daran gedacht hat, dass so etwas passieren würde. Viele Leute sagten mir, vor allem ältere Menschen, Veteranen und Überlebende des Zweiten Weltkriegs, sie hofften, dass so etwas nie wieder passieren würde. Wenn Sie mich letztes Jahr gefragt hätten, was mein nächstes großes Projekt sein würde, hätte ich sicherlich ‚Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Tsunami‘ geantwortet. Aber niemals hätte ich gesagt, ein Krieg mehr oder weniger vor unserer Haustür.
Die Nähe des Krieges ist für mich sehr real. Als Christ, der mit einer Organisation zusammenarbeitet, die im Namen Jesu die Hungernden speist, werde ich von seinem Gebot der Nächstenliebe geleitet. (Markus 12:30-31).
Dieses Gebot führt mich durch die ganze Welt, von Asien über Afrika bis nach Südamerika… aber die Hauptstadt der Ukraine ist nur zwei Flugstunden von meinem Flughafen entfernt. Die Ukraine ist praktisch mein Nachbar!
Es gab viel zu bewundern an der Ukraine. Als ehemaliges Ostblockland war sie auf dem Weg, der Europäischen Union beizutreten.
Sie schätzte die Demokratie, die freie Presse und die Meinungsfreiheit. Als Deutscher kann ich auf die Ukraine schauen, wie ich am Ende des ‚Kalten Krieges‘ in den Spiegel auf mein eigenes Land geschaut habe.
In wenigen Tagen werde ich persönlich nach Kiew fahren, um Lebensmittel und andere Hilfsgüter zu den Kirchen an der Front dieses Krieges zu bringen und nach Kiew selbst. Meine Aufgabe ist es, einen der drei wichtigen Zweige der Vision von Feed The Hungry zu erfüllen: die Hungrigen zu ernähren, die Verlorenen zu erreichen und vor allem die Kirche aufzubauen.
Ich spreche jetzt nicht davon, ein Gebäude zu errichten, eine Mailingliste zu erstellen oder eine Menschenmenge zu einer Evangelisation unter freiem Himmel zu locken. Ich spreche davon, Männern und Frauen zur Seite zu stehen, um die Gläubigen zu ermutigen, die Leiter zu stärken und die Last der Pastoren zu teilen, die sich um die Herde kümmern. Um sie zu ermahnen, in ihrem Tun nicht müde zu werden.
Ich möchte einfach da sein… mich mit ihnen treffen… mit ihnen beten… ein offenes Ohr haben… und diese Geschichten zu Ihnen zurückbringen.
Zu Hause in Deutschland füllen sich die Kirchen mit Flüchtlingen… nicht wegen der Suppenküchen, sondern weil die Menschen Hoffnung brauchen.
Es gibt so viele ukrainische Flüchtlinge in den Kirchen zu Hause in Deutschland, dass die Pastoren die Hauptgottesdienste in ihre Muttersprache verlegt haben, um die meisten Menschen zu erreichen.
Sie brauchen Ermutigung. Sie haben Angst, sind hoffnungslos und wissen nicht, wie es weitergeht. Sie suchen nach einem Wort des Trostes, sie sehnen sich nach einer Umarmung.
Deshalb ist es so wichtig, Jesus Christus zu predigen. Wir bringen Essen, und das bringt eine Art von Ermutigung. Aber sie brauchen eine Hoffnung, die ihnen hilft, aufzustehen, wenn sich alle anderen in eine Ecke verkriechen wollen.
Ihre Unterstützung hilft den Pastoren vor Ort, weiterhin praktische Hilfe und geistliche und emotionale Hoffnung zu bringen. Danke!“, sagt Jean-Pierre Rummens, Leiter von Feed the Hungry Deutschland und Vizepräsident von Feed the Hungry Schweiz.

Die Dankbarkeit der Flüchtlinge ist enorm. Immer wieder erreichen uns Videobotschaften von verschiedenen Orten, in denen nicht nur die Verteilung der Hilfsgüter dokumentiert wird, sondern in denen auch berichtet wird, was die Menschen im Krieg erleben.

An dieser Stelle danken wir allen Spenderinnen und Spendern für ihre Grosszügigkeit, die es möglich macht, dass auch Feed the Hungry Schweiz mithelfen kann, die Not zu lindern — sei es direkt in der Ukraine oder in den angrenzenden Ländern, in denen sich Tausende Flüchtlinge aufhalten.
So haben wir direkt zwar keine Hilfsgüter erhalten, die wir in das Flüchtlingsgebiet hätten bringen können, aber die finanzielle Unterstützung war bisher gross, so dass wir bis heute CHF 80‘000 an unser Büro in Tschechien und andere Kontakte überweisen konnten, damit vor Ort alles Nötige gekauft und verteilt werden kann.

Wir nehmen auch weiterhin Spenden für die Flüchtlinge der Ukraine entgegen, um sie in die Flüchtlingsgebiete weiterzuleiten, damit dort die benötigten Hilfsgüter gekauft werden können. Geben Sie einfach bei Ihrer Spende das Stichwort „Ukraine“ an und Sie können sicher sein, dass es an die richtigen Orte weitergeleitet wird. Schon jetzt herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!

Die gleiche Geschichte – eine Million Mal

Über 5 Millionen ukrainische Flüchtlinge sind vor einem unprovozierten Krieg in Nachbarländer wie Polen, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Moldawien geflohen. Daniel Skokan, Leiter von Feed the Hungry für die tschechischen und slowakischen Länder, erläuterte kürzlich die Auswirkungen, die dies auf die Fähigkeit der europäischen Gemeinschaften hat, auf die humanitäre Krise zu reagieren.

„Dies führt zu grossen Spannungen innerhalb des Landes und belastet die Ressourcen auf allen Ebenen: Finanzen, soziale Ressourcen, Unterkünfte, Gesundheitsversorgung, Lebensmittel, Schulbildung, alles. Millionen von Menschen… das ist ein riesiges Problem… es sind riesige, grosse Zahlen. Aber leider ist die Geschichte immer die gleiche. 

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Vater mit einer jungen Familie, einer Frau und vielleicht 2-3 Kindern. Sie fahren sie zum nächsten Bahnhof. Aber Sie befinden sich auf der falschen Seite des Landes, in einem gefährlichen Teil, der angegriffen wird, also fahren Sie 1,5 Tage lang, um den sichersten Bahnhof zu erreichen, damit Ihre Familie dem Krieg entkommen kann. Sie laden sie in den Zug, aber Sie stellen fest, dass der Zug so voll ist, dass jede Familie insgesamt nur 1 Koffer mitnehmen darf. Sie haben vielleicht 5 Koffer und müssen sich nun für einen entscheiden.
Sie wollen gerade mit Ihrer Familie in den Zug einsteigen, werden aber aufgehalten. Ihre Frau kann einsteigen, Ihre Kinder können einsteigen, aber Sie sind ein Mann unter 60 Jahren. Sie sind im „kampffähigen Alter“. Ihr Land braucht Sie, um zu bleiben und zu kämpfen. Sie haben keine Wahl, Sie müssen bleiben.
Also gehen Sie hinein und sagen: ‚Auf Wiedersehen‘. Vater weint, Mutter weint, Kinder weinen, alle im Zug weinen, alle am Bahnhof weinen… Dann fährt der Zug ab.
Ich weiss nicht, ob Sie schon einmal längere Zeit mit dem Zug gereist sind, aber es ist schwierig, im Zug zu schlafen, während alle anderen dort stehen. Ganz normale Dinge sind für einen Flüchtling schwierig. Sie haben Ihre Kinder dabei, die traurig sind, dass ihr Vater weg ist. Sie machen sich Sorgen darüber, was mit ihrem Vater passiert ist. Aber Ihr Kleiner muss auf die Toilette, dann müssen Sie versuchen zu schlafen, aber Sie sind in einem Zug mit Hunderten von anderen Menschen in der gleichen Situation eingepfercht.
Und dann endet die Zugfahrt an der Grenze. Aber es passiert nichts. Sie warten. Sie warten stundenlang… vielleicht einen Tag, manchmal sogar zwei. Sie warten. Und dann kommen Sie endlich in einem anderen Land an. Sie kennen die Sprache nicht genau. Sie klingt sehr ähnlich, aber es ist nicht Ihre Muttersprache.
Ihr Geld ist weg. Ihr Essen ist weg und sie haben nur wenige Dinge wie Kleidung und vielleicht ein paar Familienfotos. Es ist ein einfaches Leben, in einem Koffer für eine drei- oder vierköpfige Familie, der für drei Wochen oder vier Wochen, etwa vier Monate reicht.
Aber normalerweise tauscht man nach ein paar Tagen Reisen seine Kleidung im Koffer gegen etwas anderes aus, und dann ist alles schmutzig.
Sie haben keine Matratze oder ein Kissen. Sie haben nicht einmal eine Decke. Man hat vielleicht keine einfache Zahnbürste oder Damenhygieneartikel. Sie erinnern sich an alles, was Sie in den letzten 20 Jahren gekauft haben, aber sie stehen zu Hause im Regal… sie sind nicht hier.
Und dann denkt man an sein 2000 km entferntes Haus. Vielleicht haben Sie es vor 20 Jahren gekauft. Sie haben eine Hypothek aufgenommen, Sie haben es gestrichen. Sie haben es repariert. Sie haben es wieder gestrichen. Sie haben es abbezahlt. Und jetzt haben Sie die Nachrichten und die schrecklichen Bilder Ihrer Heimatstadt gesehen, und Sie fürchten sich vor dem Gedanken, aber es ist wahrscheinlich wahr: Ich habe wahrscheinlich mein Zuhause verloren.

Sie kamen mit leeren Händen an, und wenn sie jemals nach Hause zurückkehren können, wissen sie, dass sie wieder bei Null anfangen müssen. Sie wird sich Gedanken darüber machen, was sie braucht, um sich ein neues Leben aufzubauen… und sie wird sich unweigerlich Sorgen um ihren Mann machen. Ist er in Sicherheit? Werde ich ihn auch verlieren? Kämpft er an der Front? Ist er nur im Hintergrund in einer unterstützenden Rolle, baut er nur ein paar Gräben oder trägt er Vorräte herum? Was macht er eigentlich? Ist er am Leben? Ist er verletzt? Meine Welt hat sich in einem Augenblick auf den Kopf gestellt. Hilfe! Ich schaffe das nicht allein…

Das ist ihre neue Realität, aber das ist etwas, was wir nie, niemand von uns, erlebt haben. Das ist so stressig für Kinder und Ehefrauen. Selbst ich weiss nicht, wie ich die Situation begreifen soll“, erklärt ein betrübter Daniel. „Das ist eine Geschichte, die sich millionenfach wiederholt. Der erste Tag ist sehr hart. Sie standen, manchmal zwei Tage und Nächte draussen im Regen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt… ohne warmen Tee, ohne Decken, sie kommen manchmal zu sechst in einer Gruppe, man muss für eine grosse Gruppe Vorräte suchen, was den Stress der Eltern und Betreuer erhöht. Sie brauchen alles… und sie sind so viele… Doch wir geben ihnen Nahrung und Hoffnung.

Ich möchte unseren Freunden und Unterstützern in der Schweiz ganz herzlich für ihre grosszügige Unterstützung danken. Und ich möchte Sie bitten, noch einmal darüber nachzudenken, ob Sie vielleicht auf dem Herzen haben, noch mehr zu spenden. Jede Hilfe ist herzlich willkommen und bewirkt so viel!

Die Kirche ist zum wichtigsten Eckpfeiler in einer vom Krieg zerrütteten Gesellschaft geworden
Wir geben eigentlich nur an die Kirchen. Wenn die Kirche eine Verbindung zum Krankenhaus hat, gehen sie zum Krankenhaus. Und als Kirche, als Kirchenmitglieder, bringen sie es ins Krankenhaus“, erklärt Daniel.
Wenn sie Not beim Militär sehen, gehen sie als Kirche zu der Militäreinheit, die in ihrer Nähe stationiert ist, und sie versorgen ihre Verteidiger und kümmern sich um sie.

Wenn es ihre Nachbarn sind, wenn es ihre alten Leute sind, ältere Leute, die im Ruhestand sind…
Die Familie ist sehr wichtig in der Ukraine, aber vielleicht sind die jüngeren Familienmitglieder schon weg, aber es ist zu schwierig für dich zu fliehen.
Und dann steht dein Haus leer und nicht nur das, du hast nicht viel Geld und was dann? Und dann kommt eine Kirche und sagt, “Hey, wir kochen, wir liefern Lebensmittelpakete aus. Wir können Sie behandeln, wenn Sie krank sind.“

Jetzt wird die Kirche ein Teil der Struktur, die unter dem Druck des Krieges zusammengebrochen ist. Es ist wunderbar zu sehen, wie die Kirche in den entscheidenden Teil der Gesellschaft zurückkehrt.

Ich bin selbst Pfarrer hier in Prag. Ich verstehe also, was dort vor sich geht, und ich bin so dankbar für diese Pastoren, dass sie mutig sind und die Arbeit mit ihren Leuten machen. Und diese Menschen sind unglaublich! Diese mutigen Männer und Frauen haben eine unglaublich gefährliche Arbeit geleistet, indem sie Lebensmittel in schwierige Gebiete wie Mariupol und Tschernihiw geschmuggelt haben“, erklärt Daniel.
Vielleicht erinnern Sie sich an die Nachrichtenberichte über grosse humanitäre Konvois mit Flüchtlingen, die vor diesen Städten aufgehalten und in die Belagerung zurückgeschickt wurden.

Aber diese Männer waren in der Lage, Wege zu finden, um Familien in kleineren Gruppen zu befreien.
Ich habe mit Familien gesprochen, die auf diese Weise entkommen sind. Sie wussten nicht viel über den Fahrer, aber sie wussten, dass er ein Christ war. Und was noch besser war: Christen auf der anderen Seite der Grenze stellten den Kontakt her und halfen ihnen, sich in einer Kirche in ihrem neuen Land niederzulassen.
Als der Ehemann mir die Geschichte erzählte, begann er zu weinen, dann seine Frau und dann die Kinder. ‚Gott hat meine Gebete erhört. Ich bin in Sicherheit.‘
Dann fuhren dieselben Fahrer zurück an die Front, um weitere Familien zu retten, aber nicht mit einem leeren Fahrzeug. Diesmal war es mit Lebensmitteln und Hilfsgütern beladen, um den verbliebenen Menschen zu helfen.
Sie haben dabei geholfen, Familien aus der unmittelbaren Gefahr zu schmuggeln und Lebensmittel dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Der Zeitpunkt ihrer Unterstützung war entscheidend.“

„Das Meer der Bedürfnisse ist riesig, aber das bedeutet nicht, dass wir nichts tun können. Es gibt keine kleinen Dinge, wenn sie mit Liebe getan werden. Die Liebe macht alles größer.“  – Yulia

Krieg und Frieden

Lange Zeit war Krieg weit weg von uns in Europa. Höchstens Videospiele, Netflix und die Nachrichten brachten uns Bilder von weit entfernten Orten, die von der Realität unseres Alltags des Friedens abgekoppelt waren. Heute ist unsere Welt eine andere geworden. Allgegenwärtig ist nun die Welt in einen unabsehbaren Krieg verwickelt, die „neutrale“ Schweiz inbegriffen. Auf den Strassen, in unserer Nachbarschaft, in den Schulen und Kirchen begegnen wir den ukrainischen Opfern des Krieges. Sie sind ein Teil von uns. Mütter, Ingenieure, Lehrer, Tanten, Menschen wie Sie und ich, die in einem Augenblick ohne Vorwarnung alles verloren haben. Sie fragen sich: Friede, wo ist er geblieben? Wann wird er wiederkommen? Wer hilft unseren Brüdern, Männern und zurückgebliebenen Familienmitgliedern in der unberechenbaren Kriegszone?

Die Mission von Feed The Hungry ist, diese Hoffnungslosigkeit zu lindern, durch Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln des täglichen Bedarfs, aber auch durch die Botschaft, dass sie nicht alleine sind und dass die Liebe Gottes ihre Mitmenschen bewegt, Hilfe zu leisten. Vor wenigen Wochen durfte ich so ein Gesandter sein, um den kriegsgebeutelten Menschen Nahrung und Hoffnung zu bringen.

Mit einem Team aus der Schweiz und Tschechien flogen wir nach Bukarest (Rumänien) und fuhren mit dem Auto 5 Stunden an die ukrainische Grenze. Nach Überquerung der Donau auf einer Lastwagen-Fähre begegneten wir bereits einigen Flüchtlingen, Frauen mit kleinen Kindern und schweren Taschen, die wieder auf dem Heimweg waren, um sich mit ihren Familien zu vereinen. Sie konnten die Trennung nicht mehr ertragen und erwählten die Unsicherheit des Krieges als Familie, anstatt den Frieden im Westen zu geniessen.

Dann fuhren wir weitere 5 Stunden, vorbei an einer Lastwagenkolonne von über 20 km Länge. Sie warten 2 Wochen lang in der Schlange für einen Platz auf der Fähre, um geerntetes Getreide nach Europa zu bringen, da sämtliche Häfen geschlossen sind. In der Stadt Bilhorod-Dnistrowskyj angekommen hofften wir, den Lastwagen von Feed The Hungry aus Prag, wo sich unser Lager mit teils gespendeten, teils eingekauften Lebensmitteln befindet, zu treffen. Er war vor 6 Tagen aus Tschechien mit knapp 16 Tonnen Nahrungsmitteln losgefahren. Am nächsten Morgen sollten diese an die Bevölkerung verteilt werden.

An jedem Donnerstag kommen über tausend Familien zur Baptistengemeinde in der Stadt, um Lebensmittel zu bekommen, da sie sich nichts mehr leisten können. Die Stadt lebte vom Tourismus. Nun ist nichts mehr davon übrig. Die schönen Strände sind abgesperrt. Das Gewässer wurde vom russischen Militär vermint, so dass nicht einmal mehr das Schwimmen sicher ist. Nach dreimonatigem Krieg ist den meisten das Geld ausgegangen. Am Markt kann man noch Lebensmittel etc. kaufen, aber die Mittelschicht verarmt mit jedem weiteren Tag des Krieges.

Unser Lastwagen war an der Grenze hängengeblieben und wir beteten mit der Gemeinde, dass er noch vor dem Morgengrauen ankommen würde. Ansonsten würden wir 1000 Familien ohne Essen nach Hause schicken müssen. Ich wollte mir diese Enttäuschung nicht vorstellen.
Er kam tatsächlich um 22 Uhr an und obwohl eine Ausgangssperre nach 21 Uhr herrschte, kamen über 80 Gemeindemitglieder und halfen bis Mitternacht, den Laster zu entladen und alles zu sortieren.

Bereits um 4.30 Uhr erschienen die ersten Familien und bis 6 Uhr war die gesamte Quartierstrasse voll von über 1000 Menschen, die sich vor dem Gemeindezaun versammelten. Man verteilte Karten mit Nummern, um Gruppen zu 50 Personen hereinzulassen.

Zuerst wurde die Gruppe in den Versammlungssaal geführt, wo der Pastor mit Einfühlsamkeit und Herzlichkeit den Menschen Hoffnung zusprach, während sie auf ihr Lebensmittelpaket warteten. Nach ca. 10 Minuten ging die Gruppe an Tische, wo ihre Namen überprüft wurden, um Doppelspurigkeit zu vermeiden. Niemand wurde abgewiesen, sodass jeder — egal wie alt, welcher Nationalität, Hautfarbe oder Glaubensrichtung — ein Lebensmittelpaket von ca. 4 kg erhielt.

Während ich mithalf, die Lebensmittelpakete zu übergeben, konnte ich die Scham in den Augen vieler sehen. Niemals hätten sie wohl gedacht, dass es sie einmal treffen könnte, auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Obwohl teils Beschämung in den Augen zu sehen war, wurde dies von der Dankbarkeit überstrahlt, die uns entgegengebracht wurde.

Bis zum Mittag hatten wir an über 1‘634 Familien Lebensmittel in einer ausgesprochen ordentlichen und würdigen Weise überreicht. Die Woche zuvor waren 1‘200 gekommen und bereits eine Woche nach meinem Besuch waren es schon 2‘000 Familien.

Wir trafen auch einen Pastor aus Odessa, der sich zusammen mit zwei Gemeindemitgliedern der Miliz angeschlossen hatte, um Lebensmittel von Feed The Hungry in die entlegensten Dörfer zu fahren. Mit Maschinengewehren und schwarzer Milizkleidung, um für jeden Feindkontakt gerüstet zu sein, kommen sie an allen Strassensperren und Kontrollpunkten vorbei, um Familien die lebenswichtigen Nahrungsmittel zu bringen. Wahre Helden, die der Gefahr des Feindes inmitten des Krieges trotzen, um Hilfe und Trost den sich selbst überlassenen Menschen zu bringen.
Während unseres dreitägigen Aufenthaltes fanden wir es relativ ruhig. Wichtige Brücken und diverse Gebäude waren von Raketen zerstört. Manche Gebäude strategisch wichtig, andere ohne militärische Bedeutung und völlig unsinnig. Wir hörten 3 bis 4 Bombensirenen, sahen aber nichts. Wir hätten versucht sein können zu denken, dass es doch nicht so schlimm sei. Doch als wir eine Woche wieder zuhause in der Schweiz waren, kam in den Nachrichten, dass Bilhorod-Dnistrowskyj von Raketen beschossen wurde. Keine 10 km vom Gemeindegebäude entfernt, hat sich der Krieg im vermeintlich friedlichen Alltag wieder gezeigt.

Ein Ehemann dort sprach mit uns, wie seine schwangere Frau als Flüchtling in der Schweiz aufgenommen werden könnte. Ausgerechnet sie wurde von Glassplittern getroffen, als eine Rakete in ein Wohnhaus einschlug und musste ins Spital gebracht werden.

Jeden Donnerstag werden Familien zur Kirchgemeinde in Bilhorod-Dnistrowskyj kommen und sie beten zu Gott, dass es Menschen wie Sie und mich gibt, die bewegt werden, ihnen in der Not zu helfen.

In diesen Tagen ist wieder ein Lastwagen von Feed The Hungry aus Prag unterwegs, um Güter der Nächstenliebe zu bringen. Wir haben bereits 1.3 Millionen kg Nahrungsmittel zur Hilfe der ukrainischen Familien übergeben können. Helfen Sie uns weiterhin, damit wir ausser Hilfslieferungen auch Frieden in die Herzen der UkrainerInnen inmitten eines von aussen tobenden Krieges verbreiten können.

Schon jetzt herzlichen Dank!
Peter Hasler
Vereinspräsident

Es geht nur mit Ihnen!

Auch wir in der Schweiz wollen helfen, wo es geht. Dies können wir aber nur mit Ihnen! Unterstützen Sie uns, damit wir den Menschen in der Ukraine, aber auch den Geflüchteten in den Nachbarländern helfen können.

Sie können auf unser Konto bei Postfinance oder via Paypal spenden, um diese Hilfsaktion zu unterstützen! Geben Sie bitte unbedingt das Stichwort „Ukraine“ bei Ihrer Spende an. Nur so kann gewährleistet werden, dass sie für diese Nothilfe verwendet wird.

Mit Ihrer Spende von CHF 10 tragen Sie dazu bei, dass eine Person eine ganze Woche lang mit Lebensmitteln versorgt werden kann. Die Lebensmittelpakete für Flüchtlinge enthalten Mehl, Reis, Nudeln, verschiedene Arten von gekochtem Gemüse, Fleischkonserven und Fleischgulasch, Lebkuchen in Schokolade, Salz, Hefe, Milch, Knödel, Öl und Zucker und wenn möglich auch Tee und Kaffee.

Sie können helfen, Lebensmittel und andere Hilfsgüter für die vom Krieg betroffenen Flüchtlinge zu kaufen und zu transportieren. „Denn jedes Geschenk macht Sinn!“ – Daniel Skokan (Feed the Hungry Tschechien)

Ihre Spenden werden zu 100 % an unser Feed the Hungry Büro in Tschechien weitergeleitet, um direkt vor Ort alle notwendigen Dinge einzukaufen und an die Flüchtlinge in den verschiedenen Regionen zu verteilen.

Jede Unterstützung ist herzlich willkommen! Jede Spende wird helfen, die grösste materielle Not zu lindern. Um die seelische Not der Flüchtlinge werden sich unsere Partner vor Ort kümmern. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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