Nachdem wir uns bereits 2016 in Griechenland in der Flüchtlingshilfe engagiert hatten, erreichte uns nun wiederum ein Hilferuf unserer Partner.

Es betrifft diesmal das Flüchtlingslager auf Samos, in dem derzeit 7’000 Personen leben.

Vor ein paar Tagen ist ein Teil des Flüchtlingslagers niedergebrannt. 700 Personen haben all ihre Habseligkeiten verloren. So wurde Feed the Hungry angefragt, ob wir mit Zelten und Schlafsäcken helfen könnten.

Wie immer in diesen Situationen ist nicht nur eines unserer Büros in einer solchen Hilfsaktion involviert, sondern gleich mehrere der europäischen Büros.

Innerhalb weniger Stunden konnten durch Sponsoren 14 Paletten Hilfsmaterial in Form von 50 Zelten, 200 Schlafsäcken, Küchenausrüstung, Küchenzelten, Kleidung und Stiefel sowie 2 Paletten Seife organisiert werden, so dass wir praktisch einen vollen Container nach Griechenland auf den Weg bringen können.

Ein Spender hat zudem zugesagt, die Kosten der Lieferung für 14 Paletten zu übernehmen.

Ausser der noch offenen restlichen Transportkosten fehlen trotz dieser Lieferung noch rund 500 Schlafsäcke und viele Zelte. Zum Glück ist das Wetter immer noch schön, so dass wir hoffen, auch diese fehlenden Sachen so schnell wie möglich nach Samos liefern zu können.

Nun benötigen wir noch rund CHF 5’000, um die restlichen Transportkosten zu bezahlen. Ausserdem fehlt noch weiteres Hilfsmaterial.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, bei dieser Notaktion mitzuhelfen, spenden Sie bitte mit dem Verwendungszweck “Griechenland”.
Schon jetzt ganz herzlichen Dank für Ihre Unterstützung, damit die Menschen auf Samos schnell Hilfe erhalten!

Rückblick

2016 haben wir uns in Griechenland in der Flüchtlingshilfe engagiert. In dieser Hilfe war das Feed the Hungry-Büro in Grossbritannien federführend. Deshalb hier ein kurzer Bericht von Gwyn Williams, dem Leiter des britischen Büros:

In Griechenland schätzen wir uns glücklich, mit dem Christlichen Zentrum in Athen einen verlässlichen Partner an unserer Seite zu haben. Insgesamt gibt es nur wenig christliche Organisationen vor Ort, doch das Christliche Zentrum ist von der Stadtregierung anerkannt und darf im Hafen von Piräus den Flüchtlingen helfen.

Ein Teil dieser Arbeit unter den Flüchtlingen besteht in einem Schulungsprogramm für Flüchtlinge und Immigranten ab 15 Jahren aufwärts. Dies läuft derart erfolgreich, dass kürzlich ein Kind sogar von jemandem der Harvard Universität interviewt wurde. Andere machen ihr Examen in Stanford.

All das erinnert mich daran, dass diese Flüchtlinge Menschen sind, die eine Identität besitzen und eine Persönlichkeit haben, die eine Karriere anstreben und vielleicht davon träumen, einmal Arzt oder Lehrer oder Geschäftsmann
zu werden. Es sind nicht einfach nur Scharen von ungebildeten jungen Leuten, die auf den Strassen herumlungern, wie das in der Presse häufig geschildert wird.

Diesen armen und oft verzweifelten Menschen in Griechenland mit kleinen Akten christlicher Nächstenliebe zu begegnen und ihnen zu helfen, macht oft den Unterschied im Leben dieser Leute aus.
Sie mit Kleidung und Nahrung zu versorgen, ist ein Zeichen der Liebe, das oft Herzen für immer verändert. Manch einer findet sogar inmitten der Not Trost und Hoffnung im christlichen Glauben und Freunde unter Christen, die sich um ihn kümmern und aufnehmen.

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