Every Child Every Day Nepal

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… Schweizer Kinderernährungsprogramm in Nepal

Die „Rat Catcher“ („Rattenfänger“)-Stämme in Nepal gelten als die niedrigsten der Niedrigsten. Obwohl die Diskriminierung von Stämmen 1962 verboten wurde, hat  das jahrzehntelange nepalesische Kastensystem zu einer Hierarchie geführt, die in den Köpfen einiger Menschen tief verwurzelt ist. Die Menschen am unteren  Ende der Skala gelten als noch niedriger im Status als Tiere.

Diese Stämme werden oft als Ausgestossene angesehen – der Aufmerksamkeit oder Hilfe nicht würdig. Sie sind finanziell arm und haben oft keinen Zugang zu  Bildung. Es sind die Menschen in diesen Stämmen, die Feed The Hungry unterstützt.

Gestartet wurde das Ernährungsprogramm in Nepal von Feed the Hungry England.
Durch den tatkräftigen Einsatz einer Gruppe von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in der Schweiz wurde im Sommer 2020 entschieden, dass Feed  the Hungry Schweiz das Programm in Nepal ausbaut.

Nepal & Dürre

Doch wie fatal eine Dürre für unser Projekt sein kann, zeigt die jetzige Situation (April 2021). Schon lange hat es nicht mehr geregnet und die Böden sind staubtrocken. Deshalb ist nicht daran zu denken, Mais anzubauen. Der einzige Ausweg ist eine Wasserbohrung!

Um keinen Ernteausfall zu riskieren, der unser Projekt und die Ernährung von ca. 500 Kindern gefährden würde, haben wir unseren Partner vor Ort beauftragt, sich um eine Firma zu kümmern, die auf unserem gepachteten Land nach Wasser bohrt. So wird nicht nur die Wasserversorgung in der momentanen Dürreperiode sichergestellt, sondern auch in Zukunft.

Gesagt — getan! Nachdem alles Rechtliche geklärt war, um unsere Investition abzusichern, wurde eine Firma für die Bohrung beauftragt. Diese hat Ende April die Bohrung auch gleich vorgenommen, damit wir so schnell wie möglich mit der geplanten Maispflanzung beginnen können.

In etwas über 100 Metern stiess man dann auch schon auf Wasser. In den nächsten Tagen wird noch eine Art Pumpe installiert. Das Ganze hat uns leider CHF 2‘500 gekostet. Helfen Sie uns, diese Kosten zu decken!? Schon jetzt herzlichen Dank!



…nach der Dürre kam Corona …

Noch bevor wir die Handpumpe an unserem Bohrloch installieren lassen konnten, wurde Nepal von hohen Corona-Infektionen heimgesucht, so dass alle Arbeiter nach Hause geschickt werden mussten.

Trotzdem konnten wir einige Wochen später damit beginnen, das Land für die Reis-Saat vorzubereiten…

…und dann kamen die Fluten!

Inzwischen konnte auf dem Feld die neue Reis-Saat ausgebracht werden!

ECED Nepal … und wie wir noch mehr Kinder täglich ernähren!

Im Sommer 2020 haben wir unseren Partner in Nepal beauftragt, nach einem geeigneten Stück Land Ausschau zu halten, das wir mit Reis, Weizen, Gemüse etc. bepflanzen können. Im Juli war es dann auch schon soweit – wir unterschrieben den Pachtvertrag für knapp 2‘860 m2 für 3 Jahre mit der Option, ihn danach zu verlängern.

Mit diesem Stück Land werden wir täglich ca. 500 Kinder ernähren, die auch eine Schulbildung von uns erhalten!

Der Besitzer hatte bereits Reis gepflanzt. Um diese Ernte für „unsere“ Kinder zu erhalten, haben wir ihn für seinen Aufwand entschädigt. Mitte Oktober 2020 war es dann soweit und wir konnten die erste Reisernte einholen!
Gleich nach dem Einholen der Ernte wurde das Feld wieder bearbeitet und neu besät. Diesmal mit Weizen, Linsen und Senf. Ende Oktober wird dann eine Wasserpumpe zum Einsatz kommen, die das Feld unter Wasser setzt, damit alles gut wachsen und gedeihen kann.

Da an den Rändern des Feldes noch Platz ist, wurde dort inzwischen weiteres Gemüse gepflanzt.

Inzwischen erhielten wir Nachricht von unserem Partner in Nepal, dass der Senf in der letzten Februarwoche 2021 und der Weizen ca. Ende März geerntet werden konnte resp. kann.

Ausserdem schickte er uns Fotos, wie in einer Schule für 400 Kinder gekocht und das Essen anschliessend verteilt wurde.
Die Kinder haben zwischen dem Unterricht nur 30 Minuten Pause, was nicht reicht, um das Essen an alle zu verteilen — geschweige denn, dass die Kinder es in derselben Zeit auch noch essen können. Deshalb werden die Pausen pro Klasse gestaffelt abgehalten.

Linsen- und Weizenernte Ende März resp. Anfang April 2021

… Erweiterung des Projekts ist möglich!

In Nepal leitet Pastor Ruben Rasaili eine Schule für die Kinder dieser anfangs erwähnten „niedrigsten“ Stämme sowie für Waisenkinder. Derzeit besuchen 712 Kinder kostenlos diese Schule. Viele der Kinder kommen aus sieben umliegenden „Rattenfänger“-Dörfern. In der Schule wird den Kindern die englische Sprache beigebracht, was ihnen in Zukunft den Zugang zu höher bezahlten Arbeitsplätzen erleichtern kann.

Feed The Hungry unterstützt Pastor Ruben seit mehreren Jahren, sowohl bei seiner Arbeit in der Schule als auch bei der Katastrophenhilfe nach einem Erdbeben und schweren Überschwemmungen, von denen Nepal in den letzten 5 Jahren heimgesucht wurde. Das Klima des Landes und die geographische Lage machen es anfällig für Naturkatastrophen.

Die Lebensmittel, für die Feed the Hungry sorgt, damit sie an der Schule zur Ernährung der Kinder gebraucht werden, stammen alle aus der Region oder werden dort angebaut, z. B. auf den Landflächen, die mit Unterstützung von Feed The Hungry gepachtet wurden. Darauf bauen sie Feldfrüchte wie Weizen, Reis, Senf und Gemüse an, die für die tägliche Schulspeisung verwendet werden. Die jeweiligen Ernten werden eingelagert. Was nicht zur Ernährung der Kinder gebraucht wird, wird verkauft, um von dem Erlös andere Nahrungsmittel zur Ergänzung der regelmässigen Mahlzeiten der Schüler zu kaufen.

Während diese Methode der Nahrungsmittelproduktion für die Ernährung der Schule gut funktioniert, möchte Pastor Ruben das Projekt ausweiten. „Eines der entscheidenden Dinge, an die wir denken müssen, ist die langfristige Hilfe“, erklärte Ruben. „Dafür ist die Viehhaltung eine der besten Methoden, die ich kenne. Die Anforderungen sind Land, Büffel, ein Viehstall und Arbeiter“.

Feed The Hungry hat in anderen Ländern gesehen, wie die Viehhaltung nicht nur ein zusätzliches Einkommen für ein Projekt schaffen kann, sondern auch eine Düngerquelle für den Boden darstellt, die ihm hilft, weiterhin gute Ernten zu produzieren.
Nepal ist nur eines der Länder, in dem Feed The Hungry eine nachhaltige Landwirtschaft aufbaut.

… Schulbildung!

Die Schule wurde 2018 von Pastor Ruben Rasaili gegründet und auch bei den Behörden entsprechend registriert, damit die Schüler nach Beendigung einen anerkannten Abschluss erhalten.

Anfang 2019 meldeten sich 332 Kinder an, aber als das Ernährungsprogramm von Feed the Hungry in der Schule begann, kamen 300 weitere Kinder hinzu. Deshalb benötigte die Schule mehr Lehrer. Pastor Ruben bezahlte 10 Lehrergehälter für ein Jahr, was 2019 mit grossen Schwierigkeiten verbunden war, da die Schule für die Kinder gratis ist – die Eltern bezahlen lediglich 3 $ pro Kind und Monat, um die Benzinkosten der Schulbusse zu decken.

Gegenwärtig bietet die Schule über 712 Stammeskindern kostenlosen Englischunterricht und Computerkurse an. Diese Kinder könnten niemals eine englische Schule besuchen, da sie aufgrund ihrer Kastenzugehörigkeit in Armut leben und diskriminiert werden. Für genau solche Kinder wurde die Schule gegründet. Die Vision ist es, Kindern zu helfen, den Kreislauf von Armut und Diskriminierung zu durchbrechen, indem ihnen kostenlos eine qualitativ hochwertige Bildung angeboten wird.

Nun benötigt die Schule dringend finanzielle Unterstützung für zehn Lehrer, die jeweils 100 Dollar pro Monat erhalten. Diese Lehrer sind gut ausgebildet und für die Arbeit mit Stammeskindern qualifiziert. Indem sie liebevoll und fürsorglich sind, lehren sie die Kinder Lesen und Schreiben.

Wenn Sie es auf dem Herzen haben, für ein Jahr eine Lehrer-Patenschaft zu übernehmen, würden Sie einen grossen Beitrag zum Fortbestand der Schule leisten! Vielen Dank!

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